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Früher war alles besser...
...oder: Ihre Brötchen kaufen Sie doch auch beim Bäcker !
Keine Sorge, wir wollen Sie nicht zurück in's Mittelalter
schicken und Ihnen schon gar nicht den Spaß am zeitgemäßen Einkaufen nehmen. Ganz
im Gegenteil:
Wir haben lediglich darüber nachgedacht, wie unsere Einkaufsgewohnheiten
entstanden sind, was sich im Laufe der Geschichte verändert hat, und was wir
daraus lernen und für uns nutzen können.
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Ganz am Anfang stand natürlich der Tauschhandel, das heißt
zum Beispiel, ein Bauer trieb fünfzehn Gänse zu seinem Nachbarn und kam dafür mit
einer Kuh zurück. Diese Form des Handels erwies sich jedoch mit dem Aufkommen der Städte
als ziemlich unhandlich (man stelle sich jetzt
mal den Warenverkehr auf unseren eh schon überlasteten Autobahnen vor).
Also erfand man das Geld. Eigentlich eine
feine Sache, aber immer noch ging jeder, der etwas benötigte, zu demjenigen, der dieses Etwas herstellte (nur
konnte er die fünfzehn Gänse zu Hause lassen). Das muss ein ziemliches Herumgerenne gewesen sein, und so erfand man einen
neuen Berufsstand, den Händler.
Zum Händler gesellte sich dann der Zwischenhändler und schließlich
der Großhändler. Letztendlich haben sich daraus unsere modernen Einkaufspassagen, die Großhandelsketten und die Kaufhäuser, in denen es (fast) alles
gibt, entwickelt. Wiederum eine feine Sache, denn sie machen unser Leben so angenehm wie
es heute ist. Natürlich müssen wir all die Händler und Zulieferer bezahlen,
aber das ist ja auch in Ordnung, denn sie erbringen ja eine Leistung, und jede Leistung kostet
was (das war übrigens schon immer so).
Bei all dem Komfort, den unsere Dienstleistungsgesellschaft mit sich bringt,
geriet eines etwas in Vergessenheit: All die schönen Dinge unseres täglichen
Bedarfs werden nach wie vor irgendwo hergestellt.
Wo eigentlich? Und wie?
Nun ja, womöglich bei Ihnen um die Ecke (das wie müssen
Sie dann schon selbst nachsehen).
Sie merken jetzt sicher schon, wohin der Hase läuft:
Vor lauter bunter Einkaufswelt haben wir die Möglichkeit, so sie
sich bietet, direkt beim Erzeuger einzukaufen, völlig verdrängt, obwohl die Vorteile
klar auf der Hand liegen:
Es ist natürlich in erster Linie billiger, denn es fallen ja alle
Handels-Zwischenschritte weg. Weiter ist es aber auch mal schön zu erfahren, wo und wie, sagen
wir mal, mein Lieblingspullover, hergestellt wird. Auf diesen Gedanken sind inzwischen auch schon einige Firmen gekommen
und bieten
neben hauseigenen Museen, Führungen und Vorführungen auch den
Verkauf ab Fabrik an (oder eben kurz den Fabrikverkauf).
Ihnen bleibt trotzdem ein Problem: Wo erfährt man, wer was wo und
wann verkauft? Einfach auf gut Glück ins nächste Industriegebiet zu fahren
und irgendwo zu klingeln kann wohl nicht die Lösung sein.
Und genau da setzt unsere Idee ein!
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